Einmal Gold, dreimal Silber bei Deutschen (Sprint-) Meisterschaften
Samstag, 11. März 2017


Erfolgreicher Abschluss der offiziellen Regattasaison 2016 des Neusser Rudervereins. Vom 30. September bis zum 2. Oktober 2016 fanden in Krefeld auf dem Elfrather See die 103. Deutschen Großbootmeisterschaften (Fr. + Sa.) und die 20. Deutschen Sprintmeisterschaften (Sa. + So.) statt.

Die Trainingsmannschaft des Neusser RV hatte sich unter der Leitung von Christian Stoffels intensiv auf die Sprintmeisterschaften vorbereitet. Hier hatte der Neusser Ruderverein 7 Boote gemeldet. Drei davon erreichten die Finalläufe am Sonntag, der Junioren Doppelzweier erreichte das Halbfinale.

Am Samstag standen zunächst die Vor- und Hoffnungsläufe an.

Nach ihrem Landesmeistertitel vor Wochenfrist in Hürth wollten Alina und Miriam Stammen, Alexandra Höffgen und Vera Spanke an ihren Erfolg anknüpfen und über die Kurzstrecke (ca. 380 m) ein Wörtchen bei der Medaillenvergabe mitreden. Ihren Vorlauf konnten sie im 4x- gewinnen und sich damit direkt für das Finale qualifizieren. Wenn man die Zeiten der Vorläufe betrachtet, so waren die schnellsten 4 Boote nur 3 Zehntel Sekunden auseinander.

 Im Frauen Doppelzweier ging es noch enger zu. Hier konnten sich Alina Stammen und Vera Spanke als Vorlaufzweite ebenfalls direkt für das Finale durchsetzen, 7 Hundertstel hinter dem Zweier aus Münster und 3 Hundertstel vor Krefeld.

Über den Hoffnungslauf konnten sich Benedict Antony, Paul Niehues, Maximilian Schoth, Alexander Dahmen ebenfalls für das Finale und Paul Niehues mit Alexander Dahmen für das Halbfinale qualifizieren.

Am Sonntagmorgen war für Paul und Alexander erst einmal frühes Aufstehen angesagt. Die Halbfinalrennen begannen um 9.30 Uhr und man sollte drei bis vier Stunden vor dem Rennen wach sein. Leider reichte es nur zum „kleinen Finale“. Hier spurteten sie allerding auf einen respektablen dritten Platz.

Auch wenn Alina und Vera sich direkt für das Finale qualifiziert hatten, war der gewünschte Medaillenrang nicht sicher. So galt für sie: „Von Beginn an Vollgas.“ Und so stellte der Regattasprecher zur Hälfte der Strecke fest, dass sich die Boote von Neuss und Waltrop,  ein kleines Stück vom Rest des Feldes abgesetzt hatten. Das Boot aus Waltrop, mit Franziska Kampmann (2014/15 und 16 WM-Teilnehmerin)  auf Schlag hatte am Schluss noch etwas größere Reserven und konnte dann mit einer guten Sekunde Vorsprung (1:25.76) den Titel holen. Der Neusser Zweier (1:27.04) konnte den Limburger Club für Wassersport (1:28.50) mit Sophia Krause (Bronzemedaille U23-WM 2016) auf Schlag mit einer halben Bootslänge distanzieren.

Die absolute Überraschung gelang dem Junioren Doppelvierer mit Maximilian Schoth, Benedict Antony, Paul Niehues und Alexander Dahmen. Hatten sie am Samstag noch mit Mühen die Finalteilnahme über den Hoffnungslauf erreicht, so trumpften sie jetzt im Finale groß auf. Zu Beginn des Rennens schien das Rennen noch seinen erwarteten Gang zu nehmen. Das Boot aus Witten, dass die mit 3 Sekunden Vorsprung beste Zeit der Vorläufe gefahren war, legte sich an die Spitze. Aber kurz nach Hälfte der Distanz kam das Neusser Boot zusehends besser ins Laufen. 50 Meter vor dem Ziel, auf Höhe der zahlreich angereisten Fans aus Neuss, war nicht auszumachen, wer vorne liegt. Je nach dem, wer gerade seine Blätter aushob oder gerade vor dem Wasserfassen war, hatte seinen Bugball vorne. Der Zielfilm musste ausgewertet werden. Es dauerte einige Minuten, bis das Ergebnis bekannt gegeben wurde. EINE Hundertstel Sekunde trennten das Wittener Boot(1:11.73) von unseren Neusser Jungs (1:11.74). Aber auch der Abstand zu den folgenden Booten war nicht groß. Nürtingen, als Dritter (1:12.00), folgte mit nur 26 Hundertsteln und das gesamte Feld aller sechs Boote war innerhalb von nur anderthalb Sekunden (keine Bootslänge) durchs Ziel. Ein phantastisches Rennen für die Zuschauer.

Den Abschluss der Neusser Finalrennen machte der Frauen-Doppelvierer mit Vera Spanke auf Schlag, Alina Stammen, Alexandra Höffgen und Miriam Stammen. Von der physischen Leistungsstärke waren sie eigentlich Außenseiter, auch wenn sie mit Alex eine sehr starke Frau dabei hatten. In den anderen Booten „wimmelte es“ vor WM-Teilnehmern. Im Essener Vierer saß mit Mareike Adams die Siegerin des kleinen Finales der diesjährigen Olympischen Spiele im Frauendoppelzweier. Aber Christian Stoffels hatte es geschafft aus den vier Neusser Frauen ein technisch sauber arbeitendes Team zu formen. Und dies zeigten sie vom Start an. Mit hoher Schlagzahl und sauberer Wasserarbeit legten sie sich an die Spitze des Feldes. Ab 200m konnte dann aber der Essener Vierer mit etwas längeren Schlägen langsam an Neuss heran und schließlich auch an unseren Frauen vorbei fahren. Da waren einfach mehr PS im Boot. Dennoch freuten sich alle riesig.

Mit der Goldmedaille von Alex bei den Deutschen Großbootmeisterschaften und den drei Silbermedaillen auf den Deutschen Sprintmeisterschaften findet die offizielle Regattasaison für den Neusser Ruderverein einen sehr erfolgreichen Abschluss.

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